Interview zur geplanten Mobilfunk-Sendeanlage in Guckheim

guckheim.com sprach mit Benedikt Albers, dem Pressesprecher der DFMG Deutsche Funkturm GmbH, über die geplante Mobilfunk-Sendeanlage in Guckheim. Zusätzlich haben wir die DFMG um ein Foto gebeten, das den in Guckheim geplanten Mobilfunkmast beispielhaft zeigt. Diesen neuen Masttypen hat das Unternehmen nach eigenen Angaben im Jahr 2020 erstmals im pfälzischen Parkstein bei Weiden (LINK) aufgestellt.

Mobilfunkmast im pfälzischen Parkstein bei Weiden. Dieser Masttyp wird auch in Guckheim verwendet. Bild: DFMG

INTERVIEW

R. Mauer: Herr Albers, die DFMG Deutsche Funkturm GmbH plant in Guckheim eine Mobilfunk-Sendeanlage zur Versorgung des Ortes und der Umgebung. Wann wurde mit der Planung begonnen?

Benedikt Albers: Wir haben die Gemeinde gemeinsam mit der Deutschen Telekom bereits im November 2018 darüber informiert, dass wir in Guckheim einen neuen Mobilfunkmast bauen wollen. Nachdem wir die passende Fläche für unser Vorhaben gefunden hatten, haben wir den genauen Standort im Juni 2019 mitgeteilt und im August des selben Jahres haben wir den Mietvertrag unterzeichnet. Danach folgten die Vorbereitungen des Bauantrags, die Planungen und die erforderlichen Genehmigungsverfahren.

R. Mauer: Wurden Standortalternativen geprüft, bevor der jetzige Standort für die Genehmigungsplanung festgelegt wurde.

Benedikt Albers: Auf der Suche nach dem besten Standort betrachten wir immer verschiedene Alternativen. Der gewählte Standort erfüllt die funktechnischen Anforderungen sehr gut und ist damit ideal für unser Bauvorhaben. Wir sind verpflichtet, kommunale Flächen prinzipiell bevorzugt zu behandeln, so dass wir uns vor dem Hintergrund der guten Eignung für die Fläche entschieden haben.

R. Mauer: Welche Ämter und Institutionen waren an der finalen Standortwahl beteiligt?

Benedikt Albers: Die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises in Montabaur hat uns im Februar die Baugenehmigung erteilt. Zudem hat die Bundesnetzagentur die geplante Sendeanlage genehmigt.

R. Mauer: Die Mobilfunk-Sendeanlage aus Schleuderbeton ragt mit 39,87 Meter deutlich aus der Umgebung heraus. Gab es von Seiten der Planungsbeteiligten und der amtlichen Entscheidungsträger Bedenken bezüglich der Integration des Sendemastes in die Landschaft?

Benedikt Albers: Die landschaftliche Wirkung wird im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens mit bewertet. Wir bauen den neuen Mobilfunkmast mit ausreichend statischer Kapazität, so dass auch andere Anbieter neben der Deutschen Telekom ihr Antennen installieren und die Mobilfunkversorgung verbessern können, ohne zusätzliche eigene Masten zu bauen. Hierzu sind wir schon mit Vodafone in Kontakt.

R. Mauer: Eine Guckheimer Bürgerinitiative hat aktuell eine Standortalternative vorgeschlagen. Dieser alternative Standort befindet sich ca. 150 Meter versetzt im angrenzenden Waldgebiet. Die Bürgerinitiative befürwortet die Mobilfunk-Sendeanlage und ist der Meinung dort würde der Sendemast das Ortsbild weniger beeinträchtigen. Besteht von Seiten Ihres Unternehmens die Bereitschaft die erwähnte Standortalternative zu prüfen?

Benedikt Albers: Der Standort für einen Mobilfunkmast muss in erster Linie funktechnisch geeignet sein, d.h. von dort aus muss das Versorgungsziel im gewünschten Gebiet erreicht werden können. Dazu ist es u.a. wichtig, dass der Standort möglichst nah am zu versorgenden Gebiet liegt, es keine signifikanten Hindernisse zwischen dem Standort und dem Versorgungsgebiet gibt, der Mast gut angebunden werden kann und wir letztlich eine Möglichkeit bekommen, diese Fläche zu mieten.
Der gewählte Standort erfüllt diese Kriterien und ist daher ideal, um die Mobilfunkversorgung in Guckheim zu verbessern. Unabhängig davon, dass eine mögliche Verschiebung in den Wald eine Verschlechterung der Versorgung bedeutet, würde dies zu einer großen zeitlichen Verzögerung führen.

R. Mauer: Wann wird nach aktueller Planung die neue Mobilfunk-Sendeanlage in Betrieb gehen?

Benedikt Albers: Wir werden den Mast noch in diesem Jahr bauen, so dass er im Laufe des nächsten Jahres in Betrieb gehen und von den Kundinnen und Kunden genutzt werden kann.

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